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VG Cottbus

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Pressemitteilung vom 28. September 2011

Keine Entschädigung an Fischer für Kormoranfraß an landeseigenen Gewässern

Die 7. Kammer des Verwaltungsgerichts Cottbus hat die Klagen zweier Fischereigenossenschaften gegen das Land Brandenburg auf Entschädigung durch Urteil vom 16. September 2011 abgewiesen. Die Fischereigenossenschaften machten geltend, dass ihnen erhebliche Ertragsausfälle entstünden, weil die eingesetzten Fische durch Kormorane aus der benachbarten Kormorankolonie erbeutet oder verletzt würden, die Kormorane aber aus Gründen des Naturschutzes nicht abgeschossen werden dürften. In dem naturschutzrechtlichen Tötungsverbot sahen die Fischer eine übermäßige Einschränkung ihres Fischereirechts, die entschädigt werden müsse. Das Gericht hat entschieden, dass den Fischern keine Entschädigung zusteht, weil sie als Pächter ihr Fischereirecht vom Eigentümer, also dem Land, ableiten. Der Pachtvertrag verschaffe ihnen aber nicht mehr Rechte als dem Eigentümer selbst beim Abschluss des Pachtvertrages zustanden. Damals seien die landeseigenen Gewässer schon mit dem naturschutzrechtlichen Tötungsverbot belastet gewesen, so dass die Fischer nur ein eingeschränktes Fischereirecht angepachtet hätten. Die Entscheidung des Verwaltungsgerichts kann vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg angefochten werden. Urteil vom 16. 09. 2011 – VG 7 K 113/09 - (Herrmann)